Nach nur zwei Jahren Planung und drei Jahren Bauzeit nahm der französische Kraftwerkbetreiber EDF am 19. November einen der größten Fischpässe Europas offiziell in Betrieb. In beeindruckender Weise werden an der 13 m hohen Staustufe die Anforderungen an moderne Fischaufstiegshilfen in größeren Gewässern erfüllt.
Aufwärts wandernde Fische können auf der linken und rechten Gewässerseite einen der insgesamt vier Eingänge nutzen und haben daher eine gute Chance den Fischpass zu finden. Linksufrig eingestiegene Fische werden in einer großzügig gestalteten Überleitung auf die rechte Gewässerseite geführt, wo ihr Weg dann – gemeinsam mit den rechtsufrig eingewanderten Fischen – weiter bis in das Oberwasser des Kraftwerks führt. Zur Funktionskontrolle werden in der Anlage aktuell vier Videostationen betrieben, von denen zwei dauerhaft für das Aufstiegsmonitoring verbleiben werden.
17 Kilometer oberhalb Rhinau wird im kommenden Jahr ein nahezu baugleicher Fischpass an der Staustufe Marckolsheim fertiggestellt. Wanderfische können dann aus der Nordsee bis in den Alten Rhein (Restrhein) aufsteigen.









